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Kaffee,Laptop,Co-Working: Büro eines Start-ups
Foto: Maskot / IMAGO
In Deutschland wurden von Anfang Januar bis Ende Juni 3053 neue Firmen gegründet – eine Rekordzahl neuer Start-ups. Das zeigt eine Studie des Startup-Verbands. Das seien 52 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025 und mehr als im ganzen Jahr 2024.
»Über 3000 neue Start-ups in sechs Monaten – so viel Gründungsdynamik gab es in Deutschland noch nie«,sagt Verena Pausder,Vorstandschefin des Startup-Verbands. Zentraler Treiber sei künstliche Intelligenz,die es Gründern ermögliche,schneller und einfacher mit weniger Kapital zu starten. »KI senkt die Hürden fürs Gründen deutlich,und immer mehr Menschen nutzen diese Chance.«
»Deutschland erlebt eine neue Gründerzeit«,sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) der Nachrichtenagentur dpa. Jetzt komme es darauf an,aus diesem Gründungsboom einen Wachstumsschub zu machen. Anspruch sei,dass aus guten Ideen erfolgreiche Unternehmen würden – bis hin zu Weltmarktführern.
1038 der neu gegründeten Start-ups im ersten Halbjahr und damit mehr als ein Drittel haben einen klaren KI-Bezug,zeigt die Studie,für die die Analysefirma Startupdetector Handelsregisterdaten ausgewertet hat. Der Software-Sektor bleibe mit 844 Gründungen die mit Abstand stärkste Branche.
Der Aufwärtstrend,der Mitte 2025 eingesetzt habe,gewinnt laut Startup-Verband an Tempo. Allerdings spiele auch die Wirtschaftskrise eine Rolle: »Für viele Talente wird die eigene Gründung zur attraktiven Alternative,während etablierte Unternehmen bei Neueinstellungen deutlich zurückhaltender geworden sind.«
Gewinner im Städtevergleich sei Hamburg: Dort entstanden 212 neue Start-ups und damit erstmals seit Jahren mehr als in München. Berlin mit 429 Gründungen bleibe klare Nummer eins,wachse aber mit plus 21 Prozent relativ langsam.
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Reiche will mit einer neuen Start-up-Strategie Wachstumsfirmen in Deutschland stärken. Ein Entwurf mit mehreren Maßnahmen,darunter bessere Finanzierungsbedingungen,Bürokratieabbau und leichtere Gründungsprozesse,befindet sich in Ressortabstimmung. Die Start-up-Branche hatte hier Verzögerungen kritisiert. »Eine Kabinettsbefassung der Strategie wird zeitnah angestrebt«,sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.
Mit gelockerten Regeln will die EU-Kommission Start-ups das Wachstum erleichtern. Doch der Jurist Daniel Hay warnt: Konzerne könnten die geplante EU Inc. dazu missbrauchen,Arbeitnehmerrechte auszubremsen. Das ganze Interview lesen Sie hier.
esk/dpa
