Tourismus und Irankrieg Viele Deutsche planen Urlaub in der Heimat

Trotz des Irankriegs erwarten Touristikanbieter eine starke Nachfrage nach Reisen. Aber es verschieben sich die Prioritäten bei den Reisezielen.

Leben Apr 12, 2026 IDOPRESS

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Sommerurlaub in Warnemünde an der Ostsee: Deutschlandziele sind beliebt

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

Die unsichere Lage durch den Krieg im Nahen Osten hat das Sommergeschäft der Touristikbranche abgebremst. Doch die Lust aufs Reisen bleibt und konzentriert sich auf spezielle Urlaubsgegenden. »Unsicherheiten durch die geopolitischen Entwicklungen führen zu einer spürbaren Buchungszurückhaltung,ohne die Nachfrage grundsätzlich zu schwächen«,sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands,Albin Loidl. Gleichzeitig sorgten etwa steigende Kosten für zusätzlichen Druck in der Branche.

Insgesamt spricht aus Loidls Sicht viel für ein temporäres Innehalten,»mit einer Stabilisierung und dem Anziehen der Nachfrage,sobald sich die Lage beruhigt.« Viele Reisende wichen auf alternative Ziele aus.

Ziele im östlichen Mittelmeer,die näher an der Krisenregion liegen,verzeichneten derzeit mehr Zurückhaltung bei Neubuchungen,so der Reiseverband. Davon profitieren tendenziell Destinationen im westlichen Mittelmeer – auch wenn höhere Preise und begrenzte Kapazitäten die Verlagerung bremsen.

Verschiebungen bei Reisezielen

Besonders gefragt seien hauptsächlich westeuropäische Ziele wie die Kanaren und Balearen sowie die Kapverden,stellt der Reiseanbieter TUI fest. Auch ausgewählte Fernreiseziele in der Karibik stießen auf Interesse.

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Stimmung in der Branche eingetrübt

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den Erwartungen der Branche. Nach Angaben des Ifo-Instituts hat sich das Geschäftsklima bei Reisebüros und Veranstaltern im März deutlich eingetrübt. Der Branchenindikator fiel auf minus 41,7 Punkte,nach minus 14,8 Punkten im Februar. Die Unternehmen bewerten ihre Lage und die Erwartungen für die kommenden Monate deutlich schlechter.

»Die geopolitische Situation führt zu hoher Verunsicherung bei Reisenden und Reiseunternehmen«,sagte Ifo-Experte Patrick Höppner. Viele Anbieter mussten demnach bereits Umbuchungen und Stornierungen vornehmen.

kig/dpa

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