Probleme mit versenkbaren Griffen Tesla ruft fast drei Millionen Autos in China zurück

Geschäft Aug 22, 2026 IDOPRESS

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Tesla-Filiale in Peking

Foto: Tingshu Wang / REUTERS

China greift bei fehlerhaften Tesla-Fahrzeugen durch: Wegen Sicherheitsproblemen mit versenkbaren Türgriffen muss der Automobilkonzern von Elon Musk knapp drei Millionen Elektroautos zurückrufen. Die chinesische Marktaufsichtsbehörde ist der Ansicht,die mechanischen Notentriegelungsgriffe seien in einigen Tesla-Modellen nicht deutlich genug zu erkennen.

Tesla hatte die Technik versenkbarer Türgriffe,die elektrisch ein- und ausgefahren werden,weltweit bekannt gemacht. Bricht die Stromversorgung nach einem Unfall ab,funktionieren die elektrischen Türöffner nicht mehr,weshalb Insassen dann mechanische Türöffner betätigen müssen – die sieht China in einigen Fällen als nicht deutlich genug gekennzeichnet an.

Vom Rückruf betroffen sind sowohl in China produzierte als auch importierte Tesla-Fahrzeuge. Das Unternehmen will die nun vom Rückruf betroffenen Fahrzeuge mit zusätzlichen Warnhinweisen versehen und mithilfe eines Updates dafür sorgen,dass sich die Fenster der Autos nach einem Unfall öffnen lassen.

Türgriffe schon seit Längerem in der Kritik

Tatsächlich hatten die chinesischen Behörden bereits in der ersten Jahreshälfte mitgeteilt,die Volksrepublik werde als erstes Land der Welt versenkbare Türgriffe verbieten. Die Änderung tritt mit Beginn kommenden Jahres in Kraft und gilt für alle ab dann in China verkauften Autos dieser Art.

Versenkbare Türgriffe stehen bereits seit Längerem wegen Sicherheitsproblemen in der Kritik. In China gab es mehrere Fälle,bei denen Elektroautos in Brand gerieten und Helfer berichteten,dass sie die Türen nicht öffnen konnten,um Insassen zu befreien. In einem Fall starb der Fahrer eines Autos der chinesischen Marke Xiaomi,nachdem sein Wagen infolge eines Unfalls Feuer gefangen hatte und die Türen blockiert waren. (Lesen Sie hier mehr über die Gefahr von versenkbaren Türgriffen.)

Zweiter Rückruf wegen Fahrerüberwachung

Bei einem zweiten Rückruf hat Tesla in China rund 2,7 Millionen weitere Fahrzeuge wegen eines separaten Problems bei der Fahrerüberwachung zurückgerufen. Der jetzige Mechanismus bei aktivierter Fahrassistenz über das Lenkraddrehmoment reicht laut chinesischer Marktaufsicht nicht zuverlässig aus,um zu erkennen,ob der Fahrer den Blick von der Straße abwendet. Tesla kündigte deshalb an,per Update zusätzlich die Innenraumkamera zur Überwachung der Person am Steuer einzusetzen. Ein großer Teil der Fahrzeuge dürfte von beiden Rückrufaktionen betroffen sein.

China ist der weltweit größte Automarkt. Für Tesla ist das Land nicht nur der wichtigste Markt außerhalb der USA,sondern auch ein zentraler Produktionsstandort.

atr/dpa

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