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Protest gegen drohende Werksschließung in Zwickau (9. Juli)
Foto: Jan Woitas / dpa
Im Ringen um die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze bei Volkswagen will Konzernchef Oliver Blume nach eigenen Angaben Fabrikschließungen vermeiden. »Es gibt intelligentere Lösungen,als Werke zu schließen«,sagte Blume der »Bild am Sonntag« laut Vorabmeldung. Als gefährdet gelten die Werke in Zwickau und Emden,das Audi-Werk in Neckarsulm und das Nutzfahrzeug-Werk in Hannover.
Einsparungen an deutschen Produktionsstandorten zeigen laut Blume bereits Wirkung: »Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt.« Das Unternehmen müsse weiter Kosten senken.
Positiv äußerte sich Blume über die neue Elektroflotte: »Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft. Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen.«
Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: »Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen,Handelsbarrieren,Regulatorik,Marktumbrüche und intensive Konkurrenz.«
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In den Werken in Zwickau,Emden,Neckarsulm und Hannover arbeiten 40.000 Menschen. VW überlegt nach früheren Angaben,dort Rüstungsfirmen anzusiedeln oder eigene,in China entwickelte Modelle zu bauen. Zudem sollen bis 2030 von weltweit 21.000 Management-Posten 5000 gestrichen werden. Wie viele der mehr als 650.000 Arbeitsplätze weltweit wegfallen könnten,ließ der Vorstand offen.
Mehr zum Thema: Oliver Blume will Volkswagen mit einem drastischen Plan sanieren: In fünf Jahren soll in zwei großen VW-Fabriken das letzte Auto vom Band rollen. Doch die Stimmung im Unternehmen ist schon jetzt im Keller.
hda/Reuters
