

Bild vergrößern
Hafen von Los Angeles: Autoindustrie weiter unter Druck
Foto: Mario Anzuoni / REUTERS
Eigentlich wollte US-Präsident Donald Trump hohe Zölle auf europäische Produkte erheben. Nach Monaten des Zollkonflikts verständigten er und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sich Ende Juli 2025 im schottischen Turnberry dann aber auf eine Einigung. Trotzdem wurde noch wochenlang um Details gerungen,bis schließlich am 21. August 2025 auch die Details des bilateralen Handelsabkommens standen. Ein Überblick:
Angesichts der impulsiven Politik unter Trump baute die EU später zusätzlich ein Sicherheitsnetz ein: Sollten die USA ihre Zusagen nicht vollständig umsetzen oder Absprachen wieder aussetzen,können auch Zugeständnisse der EU ausgesetzt werden.
Zwar sei es positiv zu bewerten,dass sich die USA »größtenteils« an die Obergrenze eines Zolls in Höhe von 15 Prozent hielten,sagte Niedermark vom BDI weiter. Keine Lösung gebe es hingegen weiter für die teils 50-prozentigen Zölle auf Stahl und Aluminium sowie die Sätze in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Lkw-Einfuhren. »Bei den Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte droht nach zwischenzeitlichen Verbesserungen wieder eine Ausweitung der US-Maßnahmen«,kritisierte er.
Auch der Verband der Autoindustrie ist unzufrieden. »Die aktuellen US-Zölle in Höhe von 15 Prozent für Pkw und deren Teile stellen weiterhin eine spürbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie dar«,sagte ein Sprecher. Er kritisierte zudem die sehr hohen zusätzlichen US-Zölle auf europäische Nutzfahrzeuge und deren Teile. Vor dem Amtsantritt von Trump lag der Zollsatz für Pkw noch bei 2,5 Prozent.
Zuletzt drohte er mit einer zusätzlichen Importgebühr von 50 Prozent auf eine Reihe von Produkten,nur um diese wenige Stunden vor dem angepeilten Start wieder zu kassieren. Die plötzlichen Rückzieher prägen Trumps erratischen Verhandlungsstil und dessen Politik seit Langem und sind unter dem Akronym »Taco» bekannt – das steht für »Trump Always Chickens Out«,was in etwa so viel heißt wie »Trump kneift immer«.
mik/dpa
