Sechs Monate nach Millionen-Einbruch Gelsenkirchener Sparkasse startet mit Schadensausgleichszahlungen an Kunden

Weltnachrichten Jul 9, 2026 IDOPRESS

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Aufgebohrte Wand des Tresorraums in Gelsenkirchen

Foto: Polizei Gelsenkirchen / dpa

Gut ein halbes Jahr nach dem spektakulären Millionen-Einbruch bei einer Gelsenkirchener Sparkasse startet die Bank in dieser Woche mit dem Schadensausgleich für ihre Schließfachkunden. Dabei würden wie in den Mietverträgen festgesetzt,maximal 10.300 Euro pro Schließfach ausgezahlt,sofern keine höheren Summen vereinbart wurden,betonte die Bank.

Parallel laufe weiterhin die Rückgabe der vielen Tausend Wertsachen,Dokumente und persönlichen Gegenstände,die die Einbrecher im verwüsteten Tresorraum zurückgelassen hatten. Hiermit hatte die Bank im Mai begonnen.

Nach Weihnachten 2025 waren Unbekannte über eine Tiefgarage in einen Archivraum der Bank und von dort aus mit einem Kernbohrer in den Tresorraum gelangt. Sie brachen fast alle rund 3100 Schließfächer auf und verschwanden mit ihrer Beute. Der Gesamtschaden könnte dreistellige Millionensummen erreichen.

Kunden werfen der Bank Versäumnisse vor

Beim Landgericht Essen laufen mehrere Zivilklagen von Kunden gegen die Sparkasse. Die Kläger geben an,deutlich höhere Summen als 10.300 Euro in ihren Fächern gehabt zu haben. Sie werfen der Bank gravierende Versäumnisse bei den Sicherheitsvorkehrungen vor. Die Sparkasse weist die Vorwürfe strikt zurück. Mitte Juni hatten die ersten Prozesse begonnen. An diesem Donnerstag steht ein weiterer Verhandlungstag an.

Sollten bei der Rückgabe von zurückgelassenen Gegenständen Bargeld oder Wertsachen Kunden zugeordnet werden,werde sich deren finanzieller Schadensausgleich möglicherweise entsprechend verringern. Die Bank wolle aber mit den Auszahlungen nicht warten,bis alle Rückgaben beendet sind,teilte sie mit.

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Wie der spektakuläre Einbruch im Ruhrgebiet ablief und warum die Täter kurz vor ihrem Ziel fast aufgeflogen wären: Verfolgen Sie den Coup in der 3D‑Rekonstruktion.

esk/dpa

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