Die leichte Entspannung am Ölmarkt wirkt sich allmählich auf den Spritpreis aus. Nach deutlichen Rückgängen am Mittwoch und Donnerstag zeichnet sich auch am Freitag ein Minus ab.


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Tankstelle in Siegen: Preise niedriger als zum jeweils gleichen Zeitpunkt des Donnerstags
Foto: Rene Traut / IMAGO
Die Spritpreise sinken den dritten Tag in Folge. Auch am Freitag zeichnet sich nach Einschätzung des ADAC ein weiterer Rückgang ab.
Am Donnerstag hatte der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Diesel um 7,3 Cent auf 2,346 Euro pro Liter nachgegeben,wie aus Daten des Verkehrsclubs hervorgeht. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 4,112 Euro pro Liter. Seit dem Absturz des Ölpreises in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Diesel damit um 10,1 Cent pro Liter nachgegeben,E10 um 7,6 Cent.
Auch am Freitag zeichnete sich ab,dass der Rückgang anhält. Zwar verteuerten sich beide Kraftstoffe zur Mittagszeit deutlich: Diesel um 10,1 Cent auf 2,386 Euro pro Liter,Super E10 um 9,5 Cent auf 2,169 Euro. Doch sowohl vor als auch nach der Erhöhung lagen die Preise niedriger als zum jeweils gleichen Zeitpunkt des Donnerstags.
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Derweil dauert die Debatte über Möglichkeiten zur Entlastung der Bürger an. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kritisierte Vorschläge der SPD bei Welt TV mit den Worten: »Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen,Vorschläge zu unterbreiten,die teuer,wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig sind.«
Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil hat eine Mobilitätsprämie oder eine zeitlich befristete Senkung der Energiesteuer vorgeschlagen. Die Kosten sollen durch eine Übergewinnsteuer wieder hereingeholt werden,die außergewöhnlich hohe Krisenprofite der Energiekonzerne abschöpfen soll. Außerdem plädiert Klingbeil für einen flexiblen Preisdeckel für Benzin,Diesel und Öl. Die Spitzen von Union und SPD beraten nach Angaben Reiches am Sonntag.
mik/dpa-AFX
