Der Lufthansa steht der nächste Streik ins Haus. Betroffen sind vor allem die Drehkreuze der Fluggesellschaft in Frankfurt am Main und München. Aber auch zahlreiche Zubringerflüge werden wohl ausfallen.


Bild vergrößern
Lufthansa-Flugzeuge parken auf dem Hamburger Flughafen
Foto: Daniel Bockwoldt / dpa
Das Kabinenpersonal der Lufthansa ist für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr vorgesehen,wie die Gewerkschaft UFO mitteilte.
»Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München«,hieß es. Das sind die Drehkreuze der Lufthansa,zahlreichen Fluggästen drohen damit Flugausfälle. Bestreikt werden außerdem »alle Abflüge der Lufthansa CityLine von den Flughäfen Frankfurt,München,Hamburg,Bremen,Stuttgart,Köln,Düsseldorf,Berlin und Hannover«,wie die Gewerkschaft ankündigte.
In einer Urabstimmung hatte Ende März die große Mehrheit der Befragten nach gescheiterten Gesprächen für Streik votiert.
Die Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen betreffen rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa. In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif und nach UFO-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens,bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.
data-area="text" data-pos="11">
UFO und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatten die Lufthansa bereits Mitte Februar am selben Tag bestreikt,was zu massiven Flugausfällen führte. Die Piloten machten Mitte März mit zwei Tagen Arbeitskampf erneut Druck – auch dieser Tarifkonflikt schwelt noch.
Lufthansa wirft der Pilotengewerkschaft vor,Streiktage als bezahlte Freistellung abgerechnet zu haben – und kündigt ihr fristlos eine zentrale Vereinbarung. Die Gewerkschaft nennt das »ungerechtfertigt und rechtlich nicht haltbar«. Lesen Sie hier mehr zum aktuellen Tarifkonflikt.
aeh/dpa/Reuters
