Deutliches Auftragsplus Deutsche Industrie sendet Hoffnungszeichen

Kommen deutsche Industrieunternehmen aus ihrer Krise? Im November wuchsen die Bestellungen so stark wie zuletzt vor fast einem Jahr. Das liegt auch an der Aufrüstung.

Reisen Jan 9, 2026 IDOPRESS

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Eisengießerei in Mecklenburg-Vorpommern: Zeichen für die Trendwende?

Foto: Jens Büttner / dpa-Zentralbild / dpa

Die deutsche Industrie hat im November den dritten Monat in Folge mehr Aufträge erhalten. Die Bestellungen wuchsen um 5,6 Prozent im Vergleich ‌zum Vormonat,wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das ist der dritte Zuwachs in Folge und das größte Plus seit Dezember 2024.

»Endlich mal eine Zahl ‌von der deutschen Konjunktur,an der es nichts zu meckern gibt«,sagte der Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der ⁠Landesbank Baden-Württemberg. ‍Es handele sich um »ein echtes Zeichen für eine mögliche Trendwende der Konjunktur«.

Zwar könnten laut Niklasch die Militärausgaben einen wesentlichen Impuls gegeben haben,was für sich genommen kein dauerhaft höheres Wachstumspotenzial generieren würde. Das sei aber erst einmal nachrangig. »Wichtiger ist in der aktuellen Lage,dass es überhaupt einmal ein Lebenszeichen von der Industrie gibt.«

Die positive Entwicklung im November ging vor allem auf die deutlichen Anstiege bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (+25,3 Prozent) und im sonstigen ​Fahrzeugbau (Flugzeuge,Schiffe,Züge,Militärfahrzeuge: +12,3 Prozent) zurück. »In diesen Bereichen wurde ein hohes ‌Volumen an Großaufträgen verzeichnet«,⁠betonten die Statistiker. Ohne Großaufträge hätte das Plus nur 0,7 Prozent betragen.

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Die deutsche Rüstungsindustrie werde auch in den kommenden Monaten zu den wichtigsten Treibern des Industriewachstums gehören,prognostizierte Thomas Gitzel,Chefvolkswirt der VP Bank. »Entscheidend für den Auftragseingang wird aber auch sein,wie schnell die Mittel aus dem Infrastruktur-Sondervermögen in konkreten Projekten münden. In der ⁠Summe dürfte sich ‍die Auftragssituation im Jahr 2026 sukzessive bessern.«

dab/Reuters

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