Deutschlands Staatsschulden sind 2025 erneut gestiegen – vor allem der Bund nahm deutlich mehr Kredite auf als im Vorjahr. Die Bundesbank stellt einen besorgniserregenden Trend fest.


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Bundesbank-Zentrale in Frankfurt am Main
Foto: VolkerEssler / Sven Simon / IMAGO
Die deutschen Staatsschulden sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Nach Berechnungen der Bundesbank wuchs der Berg der Gesamtschulden um 144 Milliarden Euro auf 2,84 Billionen Euro an. Ganz vorn rangieren die Schulden des Bundes einschließlich der Extra-Haushalte mit zusätzlich 107 Milliarden Euro. Dieser Betrag hat sich gegenüber dem Vorjahr (36 Milliarden Euro) nahezu verdreifacht. Aber auch Bundesländer,Kommunen und Sozialversicherungen machten zusätzliche Schulden.
Die Schuldenquote – also das Verhältnis der Schulden zur Wirtschaftsleistung – stieg um 1,3 Prozentpunkte auf 63,5 Prozent. In den vier Jahren zuvor war dieser Wert zurückgegangen. Ohne neue Schulden wäre die Quote 2025 um 2,0 Punkte gesunken.
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Das sogenannte gesamtstaatliche Maastricht-Defizit beträgt laut Statistischem Bundesamt 119 Milliarden Euro. Die Differenz zum Schuldenanstieg erklärt die Bundesbank mit dem Umstand,dass mit einem Teil der neuen Schulden Finanzvermögen aufgebaut worden sei. Dies werde nicht zum Defizit gezählt.
mik/dpa
