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Passanten auf der Hohe Straße in Köln (Symbolbild)
Foto: Christoph Hardt / Future Image / IMAGO
Die Debatte über eine Lockerung der Laden-Öffnungszeiten in Deutschland belebt sich. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses,Christian von Stetten (CDU),sprach sich in der »Bild«-Zeitung für eine Ausweitung der bestehenden Regelungen aus. Er verwies darauf,dass der Bund die gesetzlichen Vorgaben für die Sonntagsarbeit festlege,während die Länder über die Sonntagsöffnungen des Einzelhandels entschieden – aus seiner Sicht sollten die bisherigen Beschränkungen in beiden Bereichen großzügiger gefasst werden.
Die Forderung erhält auch vom FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki Unterstützung. Eine stärkere Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten sei »notwendig«,sagte er zu »Bild«. »Wer Läden zwangsweise geschlossen halten will,darf sich nicht über sterbende Innenstädte beschweren.«
Gegen eine weitgehende Liberalisierung regt sich jedoch Widerstand. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten warnt im Kontext der Pläne der Bundesregierung,die zulässige Sonntagsarbeitszeit in Bäckereien auszuweiten,vor zusätzlichen Belastungen für die Beschäftigten. Längere Sonntagsdienste machten die Branche aus Sicht der Gewerkschaft weniger attraktiv und erschwerten die Gewinnung von Fachkräften.
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Auch die katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands sprach sich gegen eine weitere Ausweitung der Sonntagsarbeit aus und bezeichnete den einkaufsfreien Sonntag als wichtigen Zeitraum für Erholung und psychische Regeneration.
dtt/dpa/KNA
