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Container im Hafen von Los Angeles: Kaum noch durchschaubarer »Zolldschungel«
Foto: Bloomberg / Getty Images
Die deutsche Wirtschaft reagiert mit Unverständnis auf die mit Zwangsarbeit begründeten neuen Zölle der US-Regierung gegen die Europäische Union. »Der Kampf gegen Zwangsarbeit darf nicht als Vorwand dienen,um längst geplanten Protektionismus nachträglich zu rechtfertigen«,sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel,Außenhandel,Dienstleistungen (BGA),Dirk Jandura,am Freitag. »Ausgerechnet der Europäischen Union Untätigkeit vorzuwerfen,ist unglaubwürdig.« Die EU habe ein umfassendes Verbot von Produkten aus Zwangsarbeit beschlossen und bereite dessen Umsetzung vor.
Der BGA geht davon aus,dass ein neuer Zwangsarbeitszoll auf reguläre EU-Waren nicht zusätzlich auf die im sogenannten Turnberry-Abkommen vereinbarte Zollobergrenze aufgeschlagen wird. »Die US-Regierung muss deshalb unmissverständlich offenlegen,wie die einzelnen Instrumente miteinander verrechnet werden – und sicherstellen,dass die vereinbarte Obergrenze nicht durch immer neue Rechtsgrundlagen ausgehöhlt wird«,forderte Jandura.
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Wer Zwangsarbeit wirksam bekämpfen wolle,brauche gezielte Kontrollen,belastbare Belege und die Zusammenarbeit mit den Handelspartnern. Flächendeckende Zölle leisteten dazu keinen Beitrag. »Sie verteuern Waren,belasten Unternehmen und Verbraucher und setzen keine wirksamen Anreize für bessere Arbeitsbedingungen«,betonte Jandura.
Die USA haben neue Zölle gegen fast alle wichtigen Handelspartner verhängt. Die Regierung von Präsident Donald Trump begründete die Abgaben von zehn und 12,5 Prozent auf Waren aus 60 Ländern mit einer angeblich laxen Umsetzung von Verboten der Zwangsarbeit.
mik/Reuters
