Mangelnde Vorbereitung Strom weg! Und nu?

Leben May 21, 2026 IDOPRESS

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Reparaturarbeiten nach Anschlag in Berlin

Foto: Michael Ukas / dpa

Die Gefahr von Stromausfällen in Deutschland ist real – das hat sich in der Hauptstadt gezeigt. Im Südwesten Berlins kam es Anfang des Jahres zu einem tagelangen Blackout. Als Ursache geht die Polizei von einem linksextremistischen Anschlag aus. In jüngster Zeit kam es in Berlin zu weiteren Stromausfällen.

Die meisten Menschen in Deutschland gehen davon aus,dass die Behörden auf solch ein Ereignis schlecht vorbereitet sind,haben aber auch privat keine Vorsorge getroffen. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Vergleichsportals Verivox hervor,aus der die Nachrichtenagentur dpa zitiert:

Insgesamt 54,6 Prozent der Befragten halten demnach alle Behörden und Verantwortlichen für »eher nicht gut« oder für »unzureichend« vorbereitet auf einen Stromausfall.

Nur 12,8 Prozent betrachten die Behörden als »sehr gut« oder »eher gut« vorbereitet.

Andererseits haben nur 30,3 Prozent nach eigenen Angaben selbst konkrete Vorbereitungen getroffen für einen Stromausfall.

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Von Jan Petter

Wer sich vorbereitet,der hat sich in den häufigsten Fällen mit Leuchtmitteln wie Kerzen,Petroleumlampen oder Taschenlampen versorgt,Nahrungs- oder Wasservorräte angelegt oder hält eine Powerbank zum Aufladen von Geräten bereit.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ermahnt die Deutschen schon länger,sich für Ausfälle essenzieller Infrastruktur zu rüsten. So sollte jeder Haushalt so vorbereitet sein,dass er sich drei Tage lang selbstständig versorgen kann. Empfohlen werden unter anderem Lichtquellen,die von Strom unabhängig sind,ein Vorrat von 1,5 Litern Wasser pro Tag und Person sowie Lebensmittel für 72 Stunden.

Bei der Frage,ob ein flächendeckender Stromausfall wahrscheinlich ist,ergibt sich ein gemischtes Bild: Jeweils knapp ein Drittel bejaht und verneint das,der Rest wählt als Antwort »teils-teils«. Als größte Bedrohungen für die Stromversorgung nannten die Befragten mit weitem Abstand Terrorangriffe und Sabotageakte sowie Cyberangriffe. Zugleich gilt die Stromversorgung in Deutschland aber als sicher. Knapp zwei Drittel der Befragten sehen das so.

dab/dpa

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