Autonomes Fahren Tesla startet erweiterte Selbstfahrtechnik in Europa

Elon Musk träumt von autonom fahrenden Autos. Tesla will nun in den Niederlanden eine fortgeschrittene Fahrassistenz auf die Straßen bringen. Die ist umstritten.

Finanzen Apr 12, 2026 IDOPRESS

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Ein Tesla in Amsterdam: Der Autobauer führt dort ein erweitertes Fahrassistenzsystem ein

Foto: Ramon van Flymen / ANP / picture alliance

Tesla führt in den Niederlanden als erstem Land in Europa eine fortgeschrittene Version seines Fahrassistenzsystems ein. Vor der Zulassung habe Tesla die Software mit dem Namen »Full Self-Driving (Überwacht)« in ganz Europa intern getestet,wie der US-Elektroautobauer mitteilte. Man bemühe sich um die Erlaubnis der Behörden in weiteren europäischen Ländern.

Tesla-Chef Elon Musk verspricht schon seit Jahren,dass Full Self-Driving (etwa: komplett selbstfahrend) mit der Zeit Tesla-Fahrzeuge eigenständig steuern soll. Bislang handelt es sich entgegen dem Namen aber lediglich um ein Fahrassistenzsystem. Für die aktuelle Version,bei der der Mensch am Steuer weiter die Verantwortung trägt und jederzeit bereit sein muss,die Kontrolle zu übernehmen,führte Tesla vor einiger Zeit den Zusatz »Überwacht« ein. Die darauffolgende Ausbaustufe,bei der sich die Fahrzeuge tatsächlich selbst steuern sollen,ist bisher in den USA nur in einer Beta-Testversion verfügbar.

In den USA können Tesla-Fahrer die FSD-Software mit menschlicher Interventionsmöglichkeit schon seit Jahren nutzen. Vor allem in der Anfangszeit berichteten sie von vielen Fehlern. Musk verweist auf weitreichende Verbesserungen. Behörden sehen die Technik jedoch weiter kritisch. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hatte im März ihre Untersuchung von Teslas Computersystem vertieft. Dieses soll Elektroautos des Konzerns durch den Verkehr steuern. Die Auswertung von Unfalldaten lasse die Sorge aufkommen,dass die Technik Probleme bei schlechten Sichtbedingungen haben kann,erklärte die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) zur Begründung.

Musk will,dass Teslas nur mit Kameras als Sensoren autonom fahren können. Konkurrenten und viele Experten warnen hingegen schon lange,Kameras allein seien nicht verlässlich genug,weil sie bei schwierigen Sichtbedingungen Probleme haben könnten.

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Der Elektroauto-Vorreiter hat seine europäische Fabrik in Grünheide bei Berlin,wo der Bestseller Model Y gebaut wird.

In den USA sind Arbeitnehmervertretungen bei Unternehmen unbeliebt. Das beeinflusst auch das deutsche Tesla-Werk,in dem es immer wieder Streit über den Betriebsrat gibt. »Tesla vereint alles,was die Arbeit von Betriebsräten misslingen lässt«,sagt Ökonom Uwe Jirjahn. Lesen Sie hier das gesamte Interview.

kko/dpa

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