

Bild vergrößern
Abgeerntetes Getreidefeld in Hessen
Foto: Boris Roessler / dpa
Die anhaltende Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands beeinträchtigt die Ernte in diesem Sommer nach einer Brancheneinschätzung stark. Seit Beginn der Dürreperiode Mitte Juni seien deshalb rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps verloren gegangen,teilte der Deutsche Raiffeisenverband als Vertretung von 1600 Genossenschaftsunternehmen im Agrarhandel und der Verarbeitung mit. Dies bedeute Einnahmeverluste von 600 Millionen Euro.
Nach einer Schätzung erwartet der Verband eine kleinere Getreideernte von 40,6 Millionen Tonnen. 2025 waren es noch 45 Millionen Tonnen. »Nur die günstige Witterung im Frühjahr hat größere Schäden verhindert«,sagte Experte Guido Seedler. Unterm Strich sei es eine noch ausreichende,aber unterdurchschnittliche Ernte. »Dennoch sind die Verluste auf der Zielgeraden für die ohnehin unter starken Kostensteigerungen leidende Landwirtschaft ein harter Schlag.«
Mit Sorge sieht die Branche die Probleme wegen Niedrigwassers in mehreren Flüssen,da Binnenschiffe auch Getreide transportieren. Dass die Logistik funktioniere,sei ein entscheidender Faktor,erklärte der Raiffeisenverband. Warum der Umstieg von Binnenschiffen auf Lkw jedoch nicht ganz einfach ist,lesen Sie hier.
data-area="text" data-pos="13">
Die offizielle Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands soll in der kommenden Woche am Dienstag vorgestellt werden. Das vorherrschende Thema laut der Einladung zur Pressekonferenz: Hitze,Trockenheit und fehlende Niederschläge.
In manchen Regionen Deutschlands bringt die Dürre Bauernhöfe bereits in Nöte. Nun werden Rufe nach staatlicher Unterstützung laut. Was die Bauern fordern,lesen Sie hier.
czl/dpa
