Das Ende von Irans Blockade der Straße von Hormus sorgt für Euphorie an den Börsen. Der Ölpreis lässt erstmals nach. Doch es macht sich auch Skepsis breit.


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Satellitenbild der Straße von Hormus: Bisher gab es hier kaum ein Durchkommen
Foto: European Union / Copernicus Sentinel-2 / REUTERS
Aufatmen an der Börse: Irans Öffnung der Straße von Hormus hat am Freitag die Aktienmärkte befeuert und die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI kosteten erstmals seit fünf Wochen wieder weniger als 90 Dollar das Fass,was die Inflationssorgen linderte. Die iranische Blockade der Wasserstraße,durch die ein Fünftel der globalen Ölexporte transportiert wird,hatte die Ölpreise um bis zu 40 Prozent in die Höhe schnellen lassen. Zeitweise kratzten die Preise an der 120-Dollar-Marke. An den Geldmärkten sehen Anleger nun wieder mehr Chancen für sinkende Zinsen.
Auch die Reederei Maersk will nach eigenen Angaben nicht vorschnell reagieren,man habe die Ankündigung zur Kenntnis genommen. »Die Sicherheit unserer Besatzung,unserer Schiffe und der Fracht unserer Kunden hat für uns weiterhin oberste Priorität.« Bislang habe es die Empfehlung gegeben,die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu vermeiden – die aktuelle Entwicklung müsse in die neuen Risikobewertungen einbezogen werden.
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Der norwegische Reederverband sieht bislang auch noch zu viele Ungewissheiten. Es gebe Fragen zu Seeminen,den iranischen Bedingungen und der praktischen Umsetzung. »Diese Aspekte müssen geklärt werden,bevor eine Durchfahrt überhaupt in Betracht gezogen werden kann«,heißt es.
esk/Reuters
